C h r o n i k

16.04.1956: Etablierung eines aus 5 Soldaten bestehenden Vorkommandos der Fernmeldedienststelle der Streitkräfte in Ahrweiler.

24.04.1956: Generalleutnant Dr. Speidel unterschreibt den Aufstellungsbefehl für die Dienststelle für Fernmeldeaufklärung und Schlüsselwesen.

01.05.1956: Übernahme der Dienstgeschäfte durch den ersten Dienststellenleiter Brigadegeneral Friedrich Boetzel.

15.07.1958: Umbenennung in "Fernmeldedienststelle der Bundeswehr".

Nov. 1961: Gründung der ersten Unteroffiziervereinigung (heute Unteroffizierkameradschaft).

01.04.1964: Umbennung in "Amt für Fernmeldewesen der Bundeswehr".

1969: Inbetriebnahme der ersten DV-Anlage, Typ "TR4".

1976: Inbetriebnahme einer neuen DV-Anlage, Typ "TR440".

26.10.1978: Arbeitsaufnahme der Vorbereitungsgruppe "Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" (ANBw) beim Amt für Fernmeldewesen der Bundeswehr.

01.10.1979: Umbennung in "Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr".

12.06.1980: Einnahme der neuen Organisationsstruktur des ANBw.

01.01.1981: Gem. Organisationsbefehl Nr. 9/80 (Bw) wird die Abteilung Nachrichtenwesen der Luftwaffe des Luftwaffenamtes als "Abteilung IV (Lw)" in das neu geschaffene ANBw eingegliedert. Standort ist der Fliegerhorst WAHN. Ebenso wird zu diesem Zeitpunkt die Abt I 5 vom Heeresamt als Abt III (Heer) in das ANBw mit Standort Bad Godesberg eingegliedert.

Mai 1983:: Die Liegenschaft "Kurklinik Ahrblick" in Bad Neuenahr wird im Rahmen einer kleinen Feier offiziell dem ANBw zur Nutzung übergeben. In ihr werden neben der Amtsführung, die Abt III (Heer), Abt V (Marine) sowie mehrere Stabssachgebiete ihren Dienst versehen.

1985: Erteilung des Planungsauftrages bezgl. Neubau in Grafschaft-Gelsdorf.

1987: Inbetriebnahme einer neuen DV-Anlage, Typ "Fujitsu 7.882".

1988: Beginn der Konzeptstudie JASMIN für ein neues DV-System.

1988: Einführung von "dezentraler Datenverarbeitung" mit PCs.

Okt. 1989: Beginn der Bauarbeiten für den Schutzbau.

1991: Beginn der Entwicklungsarbeiten für JASMIN, 1. Ausbaustufe.

02.12.1993: "Erster Spatenstich" für das neue Bürogebäude.

1993: Systemwechsel des DV-Systems auf IBM-Großrechner, Typ "9121-511" mit MVS.

1995: Inbetriebnahme der ersten Verbindung zu den Einsatzgebieten der Bundeswehr im früheren Jugoslawien.

01.04.1996: Aufstellung Feuerwehr der Bundeswehr Grafschaft gem. Organisationsbefehl Nr. 07/96 (Bw).

Apr. 1996: Schlüsselübergabe für den Schutzbau durch die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Verteidigung, Michaela Geiger, an den Amtschef Brigadegeneral Wenger.

29.05.1996: Besuch des Verteidigungsministers Volker Rühe im ANBw.

05.06.1996: Richtfest für das Bürogebäude.

Herbst 1996: Verlegung erster Teileinheiten in den Schutzbau.

1997: Nachrichtenzentrale der Bundeswehr nimmt ihren Betrieb in Gelsdorf auf.

Okt. 1997: Staatssekretärweisung zur Harmonisierung der IT-Systeme im Bereich der Fm/EloAufkl führt zu einem Stopp der Weiterentwicklung.

Okt. 1998: Setzung von zwei Eulen-Steinfiguren (Wappensymbol des ANBw) vor der Behördenkantine und der Wache.

1998: Anbindung weiterer Verbindungselemente in Einsatzgebieten (Kosovo, Mazedonien, Sudan).

01.04.1999: Einnahme der neuen Organisationsstruktur; diese unterschied sich im Wesentlichen zur vorherigen in der deutlich reduzierten Personalstärke, obwohl zusätzliche und neue Aufgaben, auch durch die "Abschichtung" von Aufgaben aus dem BMVg, zu übernehmen waren.

1999: Inbetriebnahme der ersten Ausbaustufe des neuen IT-Systems JASMIN

2. Halbjahr 1999: Verlegung der restlichen Teileinheiten einschl. Abt IV aus Köln-Wahn in das fertig gestellte Bürogebäude.

01.01.2000: DVmäßige Bewältigung des "Jahr-2000-Problems" mit Umgehungsmaßnahmen für die Komponenten, die nicht erneuert werden konnten.

2000: Beschluss zur Abtrennung des IT-Systemanteils der Fm/EloAufkl vom Systemanteil des MilNWBw.

01.01.2002: Die Abt VI (Technische Aufklärung) des ANBw wurde aufgelöst, ihre Aufgaben wurden vom neu gegründeten "Kommando Strategische Aufklärung" (KdoStratAufkl) anschließend übernommen. Die bis jetzt dem ANBw unterstellte Zentrale Untersuchungsstelle der Bundeswehr für technische Aufklärung (ZuStelleBwTAufkl) in Hof wird dem KdoStratAufkl unterstellt. Die IT-Unterstützung für das KdoStratAufkl erfolgt jedoch bis heute immer noch durch das System JASMIN.

01.07.2002: Umbenennung in "Zentrum für Nachrichtenwesen der Bw"

10.07.2002: Besuch des Bundesverteidigungsministers Rudolf Scharping im ZNBw.

01.01.2003: Indienststellung der "Lehrgruppe Militärisches Nachrichtenwesen der Bw" (ehemals "Schule für Nachrichtenwesen der Bundeswehr") in Bad Ems.

Jul. 2003: Der Realisierungsplan für die 2. Ausbaustufe des Systems JASMIN wird gebilligt.

01.01.2004: Für die noch immer nicht erneuerten IT-Komponenten müssen die Korrekturen zum "Jahr-2000-Problem" erneut angepasst werden.

03.06.2004: Besuch des Bundeskanzlers Gerhard Schröder im ZNBw.

Okt. 2004: Beginn der Entwicklungsarbeiten für die 2. Ausbaustufe des Systems JASMIN.

01.04.2005: Truppendienstlicher Unterstellungswechsel des ZNBw zum Streitkräfteunterstützungskommando (SKUKdo) mit gleichzeitiger Übergabe der Truppenfahne.

27.07.2005: Entscheidung durch den Bundesminister der Verteidigung, wonach die Kernaufgaben des ZNBw künftig an den BND zu übertragen sind.

29.07.2005: Besuch des Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, Dr. Kurt Beck, im ZNBw.

26.01.2007: Unterzeichnung des Organisationsbefehls Nr. 378/2007 (SKB), der die Auflösung des ZNBw zum 31.12.2007 vorsieht.

27.06.2007: Auflösungsappell

31.12.2007: Abschluss des Transformationsprozesses/Auflösung des ZNBw.
Aus dem Buch "Von der Fermeldedienststelle der Streitkräfte zum Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr v. 20.07.2007"